Der Zugang zu Medikamenten und die Rolle der Zivilgesellschaft am Beispiel Thailand
Ein Beitrag von Lena Tophoff
In dem Artikel ’The role of civil society in protecting public health over commercial interests: lessons from Thailand’ wird ein Grundsatzurteil aus Thailand diskutiert, wo zwei HIV-positive Patienten mit Unterstützung verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen erfolgreich einen multinationalen pharmazeutischen Hersteller wegen des eingeschränkten Zugangs zu einem Präparat zur Behandlung von HIV/AIDS verklagt haben. Die Autoren erläutern die Entwicklungen, Hintergründe und Zusammenhänge des thailändischen Beispiels anhand von Interviews und einzelner Artikel.
Im Oktober 2002 urteilte der ’Thai Central Intellectual Property and International Trade Court’ mit dem Urteil ’Didanosin Patent gegen Brystol-Myers Squibb’, dass es aufgrund pharmazeutischer Patente und den damit verbundenen hohen Preisen für die Patienten zu einem eingeschränkten Zugang von Medikamenten kommen kann. In dem Artikel wird die Entstehung einer Opposition von zivilgesellschaftlichen Gruppen dargestellt, die mit Erfahrung und Sachkenntnis für die Rechte der Patienten eingetreten ist. Die Bemühungen der Koalition haben sich auf Didanosin konzentriert, einem essentiellen antiretroviralen Medikament (Behandlung mit einer Mehrfach-Medikamenten-Therapie), das in Thailand symbolisch für die Interessen von multinationalen Konzernen und Regierungen der Industriestaaten steht. (weiterlesen)
Dezember 16, 2005
Das Agrarabkommen der WTO (AoA)
Ein Beitrag von Adrian Huppertz und Carsten Althaus
Mit der Gründung der WTO hat dieser anfangs marginale Bereich zunehmend an Bedeutung gewonnen. Der britische EU Kommissar und europäische Chefunterhändler in Hong Kong, Peter Mandelson, beklagt in einem Pressetext der EU, das Agrarabkommen (AoA) sei so dominant, dass es für Hong Kong nahezu keine Grundlagen für die Verhandlung anderer Themen gäbe.
Der zentrale Grund für diese Dominanz des AoA liegt darin, dass sich hier Konfliktpotenziale auftun, welche auf der einen Seite für eine erhebliche Zahl von Menschen, von existenzieller Bedeutung sind und auf der anderen Seite die wirtschaftlichen Interessen bedeutender Lobbys und Konzerne berühren. (weiterlesen)
Das Projekt-Seminar bei Radio Sternwarte
Am 15.12.2005 lief zwischen 10:00 und 11:00 Uhr am Morgen eine Sondersendung zur WTO-Konferenz bei Radio Sternwarte
Ein Beitrag von Adrian Huppertz und Carsten Althaus
Unter der Überschrift “Fast alle wollen handeln” geht es um die WTO-Konferenz in Hong Kong, aber auch um die EU und das Agrarabkommen (AoA). Außerdem werden Fallbeispiele vorgestellt: “Indonesien und der Reis” und “Deutschland und der Zucker”.

Da nicht jeder rechtzeitig am Radio sein konnte, bieten wir hier einen Mitschnitt der Sendung zum Download an.
[Leider war der erste Mitschnitt, der hier zum Download bereit stand, nicht ganz vollständig. Ihr könnt euch jetzt aussuchen, ob ihr die Komplettversion (4,8 MB) oder bloß die fehlenden 1:48 Min. (428 kB) herunterladen möchtet!]
So oder so, viel Spaß beim Reinhören!
GATS, die EU und Südostasien
Ein Beitrag von Christian Abels, Sina Waidelich und Oliver Pye
:: GATS im Greenroom
Das Dienstleistungsabkommen GATS entwickelt sich im Moment zur Hauptauseinandersetzung in Hong Kong. Auf den Inside-/Outside-Treffen des Netzwerkes „Our World is Not for Sale“ wird die Strategie folgendermaßen analysiert:
Die USA und EU versuchen zuerst mit Versprechungen von erhöhter Entwicklungshilfe (Aid for Trade) den Anschein einer Entwicklungsrunde zu erwecken, so arbeiteten sie mit Brasilien und Indien einen Deal zur Landwirtschaft aus, um dann ihr größtes Anliegen – eine fundamentale Veränderung bei GATS – zu erreichen. (weiterlesen)
Dezember 13, 2005
Rechtliche Aspekte in der WTO
Rechtliche Aspekte in der WTO und der Fall des Massachusetts Burma Law
Ein Beitrag von Mareike Luppe und Rebecca Schweisshelm
Die einzelnen WTO Abkommen berühren sowohl nationales und europäisches, als auch internationales Recht. Somit können die Rechtsinstrumente der WTO auch auf die Rechtssysteme einzelner Länder Einfluss nehmen. (weiterlesen)
